Projekte

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Neubau

Wohnen am Wieter Q4

Northeim

Neubau Kindergarten mit Krippe, Wohngruppe, Wohnungen, Quartierstreff und Tiefgarage im Bereich der Sturmbäume

Auftraggeber: Wohnen in Northeim GmbH
Standort: Northeim
Projektart: Neubau
Fertigstellung: 2019
BGF/BRI: 3.509 m² / 10.737 m³

Für die Wohnen in Northeim GmbH wird ein in Südniedersachsen einmaliges Bauprojekt auf dem Gelände des früheren Albert-Schweitzer-Krankenhauses in Northeim mit vier verschiedenen Wohn- und Nutzungsformen unter einem Dach geplant. So wird es einen Kindergarten mit Krippe, eine Wohngruppe für an Demenz erkrankte Menschen, 13 barrierefreie Wohnungen, für Senioren und Menschen mit niedrigen Einkommen sowie einen Quartierstreff geben.

Die Kita mit 30 Plätzen in der Krippe und 25 Kindergartenplätzen wird von den Johannitern betrieben, ebenso der Quartierstreff und die Wohngruppe der an Demenz Erkrankten. Letztere soll elf Personen umfassen, die alle ein eigenes Zimmer erhalten, gemeinsam aber Küche, Wohn- und Esszimmer sowie Wintergarten nutzen. Für sie wird es einen eigenen Eingang geben. Angestrebt wird ein von Nähe und Distanz gleichermaßen geprägtes Leben mit dem benachbarten Kindergarten. Optisch wird dies im Außengelände durch Hochbeete zwischen beiden Bereichen deutlich werden. Außerdem wird es einen sogenannten Demenzgarten geben, der auch für die Hausbewohner gedacht ist.

Die 13 Wohnungen, die über einen Fahrstuhl erreichbar sind, haben eine Größe zwischen 50 und 90 Quadratmetern. Alle Wohnungen sind barrierefrei geplant, zwei davon auch rollstuhlgerecht.
Weiterer Anziehungspunkt des Bauprojekts wird der 80 Quadratmeter große Quartierstreff mit einem 50 Quadratmetermeter großen, zentralen Raum sowie Küche und Sanitäranlagen sein. Aktivitäten in dem Treff sollen von einem/r Sozialmanager/in koordiniert werden. Der Einzugsbereich des Treffs ist dabei nicht nur auf das Gebäude allein beschränkt, sondern soll sich auf das gesamte Neubauareal und darüber hinaus erstrecken.
Denkbar sind unter anderem gemeinsame Frühstücke, Strickkreise, Hausaufgabenhilfe, Treffen mit Wunsch-Großeltern und Familienfeste. Wunsch ist, dass ein „Netzwerk lebendiger Nachbarschaft“ entsteht.


Energetische Modernisierung

Mehrfamilienhaus Hindenburgstraße 31

Northeim

Sanierung, Modernisierung, Um- und Ausbau, sowie Balkonanbauten an einem Mehrfamilienhauses

Auftraggeber: Wohnen in Northeim
Standort: Northeim
Projektart: Energetische Modernisierung
Fertigstellung: 2017

In diesem Bauvorhaben wurde neben der energetischen Modernisierung und Grundrissoptimierungen, der Ausbau des Dacheschosses und der Anbau von Vorstellbalkonen als Wohnraumerweiterung realisiert. Das Gebäude aus dem Jahre 1956, wurden im Zuge der Modernisierung auf das energetische Niveau nach EnEV (EnergieEinsparverordnung) verbessert.
Bei der Bestandsaufnahme wurden Gebäudemängel notiert und fotografiert, die Räumlichkeiten begutachtet und schon eventuelle Vorgehensweisen diskutiert.
Der zweite Schritt war die Erstellung der Planungs- und Bauantragsunterlagen für den Bauantrag, das Erarbeiten von Ausführungsdetails sowie die bauphysikalische Optimierung der Bauteile und die Erstellung des Energieeinsparnachweises.

Einhergehend mit diesen Planungsarbeiten erfolgte eine detaillierte Kostenermittlung.
Neben den reinen wärmedämm- technischen Maßnahmen zur Energieeinsparung, können es ebenfalls zusätzliche Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität (z.B.: Sanierung oder Errichtung neuer Balkone, Modernisierung der Bäder, usw.) sein, die zu Buche schlagen.

Parallel zu diesen Vorleistungen erstellten wir die Ausschreibungsunterlagen und holten gewerkeweise die Angebote ein. Der Hausbesitzer informierte die einzelnen Mieter rechtzeitig über die bevorstehenden Arbeiten am Gebäude. In einer Mieterversammlung vor Beginn der Bauarbeiten konnten sich die betroffenen Mieter nochmals direkt beim Vermieter und beim Architekten über die bevorstehenden Maßnahmen am Gebäude informieren.

Die Baumaßnahmen orientieren sich an einem von uns vorab erstellten Bauzeitenplan, der für alle Bewohner im Haus gut sichtbar ausgehängt wurde. Geringe Abweichungen können natürlich vorkommen. In der Regel muss jedoch bei einer Komplettsanierung mit einer Bauzeit von 3 – 4 Monaten gerechnet werden, bis alle Arbeiten erledigt sind.

Wie profitieren Sie als Mieter von der Modernisierung?
Beispielhaft wird der Jahresheizwärmebedarf des Gebäudes von bisher 157,45 KWh/m²a reduziert auf nur noch 63,16 KWh/m²a. Das bedeutet, dass allein der Heizenergieverbrauch um rd. 60% gesenkt wird. Aufgrund der guten Dämmqualität der Außenbauteile vermindert sich das Temperaturgefälle zwischen der warmen Raumluft und den bisher recht kalten Oberflächen der Außenbauteile im Winter. Umgekehrt heizt sich ihre Wohnung durch die Sonneneinstrahlung im Sommer nicht mehr so extrem auf. Die Behaglichkeit steigt und die Nebenkosten sinken.


Modernisierungsvoruntersuchung MVU

Hintergebäude Stadtbibliothek

Osterode

Erfassung und Untersuchung des Nebengebäudes der Stadtbibliothek und Erarbeitung eines Modernisierungskonzeptes

Auftraggeber: Stadt Osterode / DSK Hannover
Standort: Osterode
Projektart: Modernisierungsvoruntersuchung MVU
Fertigstellung: 2016

Im Zuge gutachterlicher Tätigkeit sollten konzeptionelle Vorschläge zu nachgewiesenen Misständen und Mängeln an dem historischen Gebäude von 1809 zu einer nachhaltigen Instandsetzung und umfassenden Modernisierung erarbeitet werden, mit dem Ziel verwendbare Substanz zu erhalten und den Gebäude- und Gebrauchswert zu erhöhen. Hinzu kam die Besonderheit einer barrierefreien Planung und Untersuchung von vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten zur Aufwertung des Innenstadtbereiches.

Konzeptionell ist ein neuer Vorbau in Holzrahmenbauweise in schlichter Holz-Glas-Optik geplant, der variable Zugangsmöglichkeiten zum ebenerdigen Veranstaltungssaal, zum Kellergeschoss und zu den obrigen Geschossen bietet. Die Räumlichkeiten im Obergeschoss sollen auf Wunsch der Eigentümerin als Büro und Seminarräume herrgerichtet werden. Dadurch entstehen rund 90 m² Nutzfläche für Seminar- und Bürotätigkeiten und 50 m² Verkehrsfläche wie Treppenhaus, Aufzug und Flure. Für das Nebenprogramm wie Sanitäranlagen, Teeküche, Serverraum und Archiv sind die kleineren, nach Norden ausgerichtete Räume gut geeignet. Alle Räume sind für Rollstuhlfahrer zugänglich. Die vorhandene Natursteinfassade im Anbaubereich bleibt erhalten – innenseitig mit einer wärmenden Vorsatzschale bekleidet. Die Fachwerkfassade im Obergeschoss erhält ihre ursprüngliche, vom Klassizismus geprägte Optik zurück.

Im Rahmen des Modernisierungsvorschlags werden innenseitig die Decken mit F30-Decken ertüchtigt, der vorhandene Dielenboden freigelegt und überarbeitet. Im Zugangsbereich werden Innenwände abgebrochen, um bessere Bewegungsflächen und Belichtungsverhältnisse zu gewährleisten. Das Freilegen von Innenwand-Fachwerk sowie die Restaurierung alter Türelemente sind geplant, sowie die komplette Erneuerung der technischen Ausstattung des Gebäudes. Das vorhandene Deckentragsystem mit quergespannten Deckenbalken bleibt erhalten und wird je nach statischer Anforderung ertüchtig. Neue Holzfenster werden zeitgemäß mit einer 3-fach-Isolierverglasung ausgestattet und ganz im Sinne des Klassizismus mit mittigem Kämpferprofil und gleichgroßen Fensterflügeln ausgestattet.

Das Konzept beinhaltet die vielfältige Nutzungsmöglichkeit des Gebäudes für kleine bis mittlere Veranstaltungen, für Aktivitäten der Stadtbücherei, für öffentliche oder nichtöffentliche Veranstaltung aller Art und als Seminargebäude.


Bestandsanalyse

Schaupenstiel 16, 18

Northeim

Bestandsaufnahme und Analyse für eine mögliche Umnutzung zweier denkmalgeschützter Fachwerkgebäude

Auftraggeber: KSN Kreis-Sparkasse Northeim
Standort: Northeim
Projektart: Bestandsanalyse
Fertigstellung: 2016

Haus Nummer 16
2-geschossiges Fachwerkhaus in sogenannter Geschossbauweise mit Nebengebäude.
In den Geschossen ist die Grundrissstruktur im Verlauf der Jahrhunderte immer neuen Nutzungen angepasst worden. Vor ca. 30 Jahren war der soziale Wohnungsbau für die Unterbringung einer Großfamilie maßgebend. Diese Nutzung entspricht nicht der überlieferten und im Kerngefüge ablesbaren Ursprungsstruktur. Aufgrund der großzügigen Raumstruktur und Geschosshöhen sind Nutzungen vielfältigster Art und Weise realisierbar. Die vorhandene Belichtung ist nur teils zu erweitern, der Wärme- und Schallschutz ist den heutigen Anforderungen anzupassen. Sämtliche haustechnische Anlagen einschließlich der Installationen sind zu erneuern.

Haus Nummer 18
3-geschossiges Fachwerkhaus in Ständerbauweise mit Nebengebäude
Der vorhandene Anbau ist auf das 19./20. Jahrhundert zurückzuführen. Im Inneren ist das sogenannte Ackerbürgerhaus mit Braurecht mehrmals durch Um- und Einbauten verändert worden. Trennt man sich von heutigen Wohnungsgrundrissen, so ist die Dielenhaus-Grundrissstruktur anhand des Kerngefüges auch heute noch nachweisbar und ablesbar. In den Geschossen ist die Grundrissstruktur nicht zeitgemäß. Gefangene und innenliegende, nicht belichtete Räume bilden Wohnungen, die den Anspruch an gesundes Wohnen nicht erfüllen. Gleiches trifft auf die innere Erschließung einschließlich der Treppenanlagen zu. Fehlender Wärme- und Schallschutz einschließlich der Heizungs-, Wasser- und Elt-Installationen sind erneuerungsbedürftig


Modernisierungsvoruntersuchung MVU

Altes Rathaus

Osterode

Konzepterarbeitung zur Umnutzung und Sanierung eines denkmalgerechten Massivgebäudes mit Fachwerkanbau

Auftraggeber: Stadt Osterode / DSK Hannover
Standort: Osterode
Projektart: Modernisierungsvoruntersuchung MVU
Fertigstellung: 2016

Das Gebäude Martin-Luther-Platz 2, „Altes Rathaus“, liegt in der historischen Altstadt von Osterode. Im 14. Jh. wurde das Osteroder Rathaus erbaut (erwähnt 1304, 1373, 1388). Der Vorgängerbau des Rathauses aus dem 14. Jahrhundert wurde beim Stadtbrand von 1545 mit Ausnahme des gewölbten Rathauskellers zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte nach der Bauinschrift im Jahr 1552.
Das „Alte Rathaus“ liegt mit seinem Blickfanggiebel zum Straßenraum „Am Schilde“ gegen-über dem dortigen Eseltreiberdenkmal und in direkter Nachbarschaft zur St. Aegidienkirche, einer weiteren städtebaulichen Dominante am Martin-Luther-Platz. Das Rathaus ist in seiner Funktion als Verwaltungs- und Repräsentationshaus im späten Mittelalter entstanden. Für Tagungen, Gericht, festliche Veranstaltungen, aber auch für Warenlager mussten Räume geschaffen werden. Der Hauptbaukörper bildet nahezu ein Quadrat von rund 20 m Länge an der Giebel- und etwa 21 m an der Traufseite. Später wurde im nordwestlichen Bereich ein Fachwerkanbau ergänzt, so dass an der rückwärtigen Giebelwand ein kleiner Innenhof ent-stand.

Der massive Hauptbaukörper ist teilweise unterkellert und zeigt eine eindrucksvolle Gie-belfassade zur Seite der Straße „Am Schilde“. Der in Fachwerk ausgeführte und mit Schie-fern verkleidete Giebel, dessen Geschosse über die Flucht vorkragen, betont den doppel-stöckigen Erker. Die Schieferfläche hat früher mutmaßlich nicht das ganze Giebeldreieck bedeckt. Das Holzfachwerk mit seinen befundenen Sonnenrosen war vormals wahrschein-lich sichtbar. Die Sonnenrosen sind im Schieferbehang angedeutet. Die Saumschwellen und Füllhölzer mit den gerundeten Abschrägungen und den Konsolen sind nicht verdeckt.
Der Erkerturm wurde früher anscheinend von drei Säulen vor der Ratskellertür abgestützt. Sie wurden später durch die heutigen kurzen Streben ersetzt. Unter dem Erkerturm befindet sich eine Walfischrippe an Ketten, die in früheren Jahrhunderten als Hühnenrippe bezeichnet wurde und die Stadt vor Aufruhr, Krieg, Feuer und Überschwemmungen schützen soll. An dieser Stelle findet sich auf der Wand ein ornamentaler Schmuck aus Gips. Ein „O“, welches von Füllhörnern eingefasst wird und die nachmittelalterliche Form des Stadtwappens darstellt.

Im unteren Giebelbereich im Erdgeschoß befand sich einst, hinter der linken Tür, der Haupteingang zu dem Gastronomiebetrieb. Die aktuell montierten Türelemente dienen nur der Verblendung und sind hintermauert. In dem damals dahinter-liegenden Windfang ging es rechterhand vermutlich mittels einer Sandsteintreppe in den Keller und einige Stufen hinauf in die Gaststätte.
Auf der Südwest Seite des Gebäudes führt ein seitlicher Treppenzugang in das erste Obergeschoss, dessen ursprüngliche barocke Gestaltung später in klassizistischer Formsprache erneuert wurde. Die dachtragenden Holzsäulen stehen auf Steinfundamenten auf der Freitreppe. Im Giebelfeld des Treppenüberbaus findet sich ein vollständiges Wappen in achteckigem Rahmen in Holz geschnitzt. Auf dem Dach dieses Giebeldreiecks thront Justitia als Zeichen der einstigen Gerichtsbarkeit der Stadt als Wetterfahne. Nur über diese Außentreppe gelangt man in die große Diele des Obergeschosses in dem sich rechterhand das Sitzungs-/ Trauzimmer und in den anderen Bereichen das Stadtarchiv, sowie das Büro des Heimat- und Geschichtsvereins.

Eine Besonderheit ist der hintere Giebel des Rathauses, der bis in die Spitze massiv als Sichtbruchstein, hauptsächlich aus lagerhaftem Kalkstein errichtet ist. An ihn schloß sich nördlich der Scharren an. Dieser wurde 1861 durch den Neubau einer Pächterwohnung ersetzt, welcher 1906 um ein Geschoß erhöht wurde.

Im Rahmen der Modernisierungsvoruntersuchung wurden neben, grundsätzlichen Aussagen zu erforderlichen, nachhaltigen Instandsetzungen und Modernisierungen unter dem Aspekt von Substanzerhaltung und Nutzungsanpassung des Gebäudes, folgende Punkte geklärt werden:

– Erforderlicher Umfang einer Fassadensanierung, insbesondere des Natursteingiebels, des Innenhofes und der Putzschäden im Bereich Massiv- und Fachwerkbau
– Möglichkeiten der barrierefreien Erschließung des Restaurants im EG
– Möglichkeit der Wiederherstellung der historischen Eingangssituation
– Einbau eines barrierefreien WCs im EG
– Beseitigung der Feuchtigkeits- und Geruchsproblematik im KG, teilweise im EG
– Beseitigung der Feuchtigkeitsproblematik im Innenhof
– Prüfung aller elektrischer Anlagen im 1.OG
– Modernisierung der WC-Anlagen im 1.OG


Bestandsanalyse

Alte Stadtbibliothek Marktstraße 88

Duderstadt

Bestandsanalyse für die Umnutzung eines Fachwerkgebäudes

Auftraggeber: Näder Family Office
Standort: Duderstadt
Projektart: Bestandsanalyse
Fertigstellung: 2015

Für ein neue Nutzung erstellten wir in Zusammenarbeit mit Architekturbüro Schmutzer aus Duderstadt nach örtlichem Aufmaß eine Bestandsanalyse und erste Konzepte zum Bestandserhalt.

Es handelt sich um ein Gebäude in Fachwerkbauweise mit Backstein-Ausfachungen – teilweise auch Fachwerk-Innenwänden – ausgefacht mit Backstein. Im Innenbereich fanden in den 70er Jahren deutliche Eingriffe in Konstruktion und Substanz statt um die Nutzung als Stadtbibliothek zu ermöglichen.Die Dachkonstruktion ist aus Nadelholz. Die Dachgeschoßdecke ist mi einem in Teilbereichen erhaltenen Gipsestrich versehen. Teilbereiche des Erdgeschosses – Südwand – sind in Massivbauweise errichtet. Im Bereich jüngerer Überarbeitungen – z.B. Teile der westlichen Erdgeschosswand – wurde das ursprüngliche Fachwerkdurch Blendfachwerk ersetzt.

Schäden
Neben einer Vielzahl von alters- bzw. konstruktionsbedingten Schäden konnte an mindestens 3 Stellen ein aktiver Befall durch holzzerstörende Pilze nachgewiesen werden. Ein Befall durch einen echten Hausschwamm – Serpula lacrymans – kann für den Zeitraum der Untersuchungen ausgeschlossen werden. Tierische Holzschädlinge waren zum Zeitpunkt der Untersuchungen ebenfalls nachzuweisen. Es handelt sich um Nagekäfer – Anobium sp., „Holzwurm“ -, welche hier allerdings nur eine untergeordnete Rolle spielen, da der Befall im Zuge einer Schwammsanierung mit beseitigt würde.

 


Modernisierungsvoruntersuchung MVU

Thörmersches Haus

Osterode

Konzepterarbeitung zur denkmalgerechten Sanierung eines Fachwerkgebäudes

Auftraggeber: Stadt Osterode / DSK Hannover
Standort: Osterode
Projektart: Modernisierungsvoruntersuchung MVU
Fertigstellung: 2016

Das Thörmersche Haus befindet sich im südlichen Bereich des Kirchplatzes in Osterode, am Martin-Luther-Platz 7.  Der Platz gehört den alten Siedlungszellen Osterodes an und wird von der Pfarrkirche St. Aegidien mit ihrem mächtigen Turm beherrscht.

Das Gebäude ist eines der bedeutendsten Fachwerkhäuser aus dem 16. Jahrhundert in Osterode. Der Bestand an Wohnbauten aus der Renaissancezeit ist auf Grund zahlreicher Brände sehr überschaubar.

Das Haus selbst ist über einem stark verzogenen Rechteckgrundriss (ca. 13,00m x 12,00m) errichtet. Der im heutigen Bestand dreigeschossige Fachwerkbau ist als zweigeschossiger Stockwerkbau mit einem ursprünglich hohen Erdgeschoss verzimmert worden. Die Bezeichnung Stockwerkbau gilt für ein konstruktives Grundgefüge, in dem die einzelnen Stockwerke als konstruktive Einheit und aufeinander aufbauend abgezimmert sind. Demnach sind die Wandständer jeweils geschosshoch ausgebildet. Das 1. Obergeschoss ist erst nachträglich in das ursprünglich hohe Erdgeschoss mit seiner einst weiträumigen Diele eingefügt worden.

Bis heute sind sechs Umbauphasen bekannt, die sich bis 2003 erstreckten.
Aufgrund statischer Mängel wurden Notsicherungsmaßnahmen der Konstruktion erforderlich, um das Haus vor dem Einsturz zu bewahren. Eine zweite wichtige Notmaßnahme war die Schadpilzsanierung (Hausschwamm und andere Faulpilze) des Gebäudes.

Das Gebäude soll denkmalgerecht saniert und als „Bürgertreff“ für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten hergerichtet werden.
Vorgeschlagen ist zunächst der Vollausbau des Erdgeschosses und des 1. Obergeschosses. Dabei soll das Erdgeschoss in der westlichen Gebäudehälfte durch die Entfernung der Geschossdecke zum 1. Obergeschoss wieder seinen ursprünglichen, 2-geschossigen Hallencharakter zurück erhalten. Genutzt werden soll dieser Bereich als Veranstaltungsraum für unterschiedliche Aktivitäten. Die östliche Erdgeschosshälfte beherbergt ein Treppenhaus, das vom Erdgeschoss bis zum 1. Dachgeschoss hochgeführt wird und an der nördlichen Außenwand angeordnet ist, WC-Anlagen, eine Teeküche und einen zur Halle durch offenes Sichtfachwerk abgetrennten, kleineren Raum für Aktivitäten, in der Südostecke. Ein Nebeneingang in der Ostfassade zum Hof ermöglicht Rollstuhlnutzern einen ebenerdigen Zugang zur Einrichtung, über den Innenhof und durch die Durchfahrt des Nebengebäudes hindurch, vom „Alten Schulhof“ her. Der zentral angeordnete, rollstuhlgerechte Aufzug verbindet die beiden vollausgebauten Geschosse. Das ehemalige Tor an der Westseite der Nordfassade erhält seine Funktion als Hauszugang zurück. Im 1. Obergeschoss befinden sich neben einem Flurbereich, das Herren-WC, ein Raum für die Heiztechnik, ein Büroraum mit Nebenraum für Vereinstätigkeiten und zwei Emporen, die den Aufzugschacht 2-seitig einfassen und zur Erdgeschosshalle hin geöffnet sind. Das 2.Obergeschoss und die drei Dachgeschosse bleiben zunächst ohne Nutzung in ihrem derzeitigen Bauzustand erhalten.


Städtebauliche Einzeluntersuchung

Ecke Knochenhauer Straße / Neue Straße

Einbeck

Erstellung eines standortbezogenen Entwurfskonzeptes.

Auftraggeber: Stadt Einbeck
Standort: Einbeck
Projektart: Städtebauliche Einzeluntersuchung
Fertigstellung: 2015

Die Einzeluntersuchungen diente dazu die bereits bekannten städtebaulichen Missstände genauer zu überprüfen und nach einer Grundlagenermittlung und Bewertung der sozialen, strukturellen und städtebaulichen Verhältnisse und Zusammenhänge ein standortbezogenes Entwurfskonzept zu erstellen um Maßnahmen mit hoher Impulswirkung und Strahlkraft aktivieren.

Im Sanierungsgebiet soll die größtmögliche Initialzündung erzielt werden, um:

  • die Wohnfunktion im historischen Stadtkern zu stärken,
  • möglichst viele private Maßnahmen anzustoßen,
  • die gröbsten Missstände und wichtigsten Schlüsselprojekte anzugehen und
  • Stärkung des Einzelhandels, der Dienstleistung, der Versorgung und des gebietsverträglichen Handwerks u.a. durch Quartiersaufwertungen, Verbesserung der Stellplatzversorgung, Ansiedlung von Magnetbetrieben und Frequenzbringern
  • Ausbau der sozialen und kulturellen Angebote und des Städtetourismus.

Wichtig war es uns, mit der Idee öffentliches Interesse zu wecken, sowohl bei den gewerblich Tätigen, als auch bei Privatpersonen. Wohnen und Arbeiten mitten in der historischen Altstadt soll wieder attraktiv sein!

Wir planten zeitgemäße Wohn- und Arbeitsumfelder, die Komfort bieten. So ist es uns wichtig, den bisher fast komplett zugebauten Innenhofbereich zu aktivieren und wieder als Lebensraum für die angrenzende Wohn- und Arbeitsgemeinschaft anzubieten. Dazu sollen die beiden Bestandsgebäude Knochenhauerstraße sensibel saniert, umgenutzt und ausgebaut werden. Das städtebaulich störende Häuserkonglomerat an der Neuen Straße wird zurückgebaut und durch einen in der Fassade kleinteilig gegliederten Neubau ersetzt.

Die erforderlichen Einstellplätze werden in einer Tiefgarage unter Berücksichtigung der vorhandenen denkmalgeschützten Gewölbekeller von Haus 22+24 konzeptioniert. Von hier aus kann man direkt per Treppe oder Aufzug die Wohnungen erreichen.

Die Tiefgarage selbst bietet Platz für 11 PKW und einen zusätzlichen Stellplatz, z.B. für 1-2 Motorräder oder einen Kleinstwagen. Im nördlichen Kellerbereich befindet sich das interne Treppenhaus mit Aufzug, ein Technikraum und Flächen für Abstellräume für die Hausbewohner.

Die Gewölbekeller unter den Häusern Knochenhauerstraße 22 und 24 können nach Prüfung der örtlichen Gegebenheiten und Entrümpelung als hausinterner Zugang zur Tiefgarage hergerichtet werden und somit einer neuen Nutzung zugeführt werden.

Wir planen für eine gemischte Nutzerschicht. Entlang der Knochenhauerstraße können im Erdgeschoss Ladengeschäfte oder Büros installiert werden. Die einzelnen Einheiten können durch Wanddurchbrüche miteinander verbunden werden um die Gewerbeeinheiten dem aktuellen Größenbedarf anzupassen. Dabei müssen teilweise die unterschiedlichen Höhennivaus berücksichtigt werden. Entlang der Neuen Straße sind ebenerdig rollstuhlgerechte Wohnungen vorgesehen.

Die Ober- und Dachgeschosse der beiden erhaltenen Altbauten der Knochenhauerstraße eignen sich sehr gut zum Ausbau als Familienhäuser und sind im Maisonettestil mit einer innenliegenden Treppe ähnlich eines Reihenhauses konzipiert. Während die eine Wohnung im Obergeschoß über den Laubengang des Neubaues erreicht wird, erschließt die zweite Wohnung eine Treppe im rückwärtigen Hofbereich.

Die Ober- und Dachgeschosse des Neubaues entlang der Neuen Straße der übrigen beiden Geschosse sind für Senioren, Singles oder Pärchen geplant und werden barrierefrei und in Teilbereichen rollstuhlgerecht ausgestattet.

Der neu geschaffene Innenhof befindet sich fast komplett oberhalb der Tiefgaragendecke. Die Randbereiche zur „Einbecker Senfmühle“ eignen sich zur Bepflanzung mit tiefwurzelnden Gewächsen. Eine zentral angeordnete Anlage mit Sitzgelegenheiten, einfassender Begrünung und schattenspendender Pergolakonstruktionen dient als Treffpunkt für die Nutzergemeinschaft.

Ein Nebengebäude mit Nutzung als Fahrradgarage und zur Unterbringung der Müllbehälter ist im südöstlichen Grundstücksbereich vorgesehen.

Wünschenswert wäre die Begrünung der hohen, massiven Giebelfassade des Produktionsgebäudes der „Einbecker Senfmühle“ im Osten und die Dachbegrünung des Neben-gebäudes. Die Tiefgaragenabfahrt kann mit Kübelpflanzen eingefasst werden.

Das Untersuchungsgebiet hat eine Grundstücksfläche von 729 m², die im derzeitigen Bestand zu knapp 90% überbaut sind. Nach der Entkernung, der Sanierung und der Erstellung aller Neubauten reduziert sich der Überbauungsgrad auf rd. 70%. Die gewonnene Freifläche kommt den Nutzern als zusätzlicher Außenfreiraum zu Gute. Die städtebauliche Situation wird die durch die Aufnahme der Gebäudefluchten und Anpassung der Traufhöhen an die Nachbarbebauung deutlich verbessert.


Umnutzung

Easy Fitness – Fitness First – Clever Fitness

Northeim, Clausthal-Zellerfeld

Im Rahmen eines Um- und Ausbaus wurden vormals gewerblich genutzte Gebäude in Fitnessstudios umgewandelt. Nach Bestandsaufnahme und Abstimmungen mit Auftraggebern und Genehmigungsbehörden erfolgte die Betreuung bis zur Baugenehmigung und tlw. während der Umbaumaßnahmen. Geschaffen wurden Gerätetrainingsflächen und Bereiche für funktionelles Training mit dazugehörigen Umkleide-, Sanitär-, Büro-…

Auftraggeber: Easy Fitness, Fitness First, Clever Fitness
Standort: Northeim, Clausthal-Zellerfeld
Projektart: Umnutzung
Fertigstellung: 2014 / 2015

Im Rahmen eines Um- und Ausbaus wurden vormals gewerblich genutzte Gebäude in Fitnessstudios umgewandelt. Nach Bestandsaufnahme und Abstimmungen mit Auftraggebern und Genehmigungsbehörden erfolgte die Betreuung bis zur Baugenehmigung und tlw. während der Umbaumaßnahmen.

Geschaffen wurden Gerätetrainingsflächen und Bereiche für funktionelles Training mit dazugehörigen Umkleide-, Sanitär-, Büro- und Erschließungsflächen.

 


Erweiterung

Theater der Nacht im Untergrund

Northeim

Unterirdischer Erweiterungsanbau an das Theater der Nacht.

Auftraggeber: Theater der Nacht
Standort: Northeim
Projektart: Erweiterung
Fertigstellung: 2014

Seit 2001 wird das Northeimer Theater der Nacht durch Betreiber, Mitarbeiter, Figuren, Freunde und Förderer bewohnt und besucht. Konzipiert war das Gebäude für einen „kleinen“ Spielbetrieb mit ca. 50 Vorstellungen pro Jahr. Entgegen dieser vorsichtigen Annahme entwickelte sich das Kulturprojekt „Theater der Nacht“ weiter, so dass heute ca. 200 Vorstellungen im Hause aufgeführt werden und rund 20.000 Zuschauer die Vorstellungen besuchen.

Zur Zukunftssicherung des Projektes „Theater der Nacht“ wurde ist es zwingend erforderlich, das Arbeitsumfeld des Betriebes so her zu richten, dass ein reibungsloser Betriebsablauf möglich wurde und die Kreativität der Theaterschaffenden sich ungehindert entfalten kann.

Dazu wurden die verschiedensten Varianten (Nutzung des „schiefen Hauses“, Nutzung der fast angrenzenden Gewölbekeller im Wall, Neubau auf dem Theater-Vorplatz, Neubau, direkt angrenzend in den vorh. Wall hinein) durchdacht und überprüft. Nach Abwägung von Machbarkeit, Zukukunftsfähigkeit und Kostenentwicklung fiel die schwere Entscheidung zu der Erweiterung in den Bereich des historischen Stadtwalles.
Direkt an die Bühne und Requisite entstand ein angrenzender, parallel zum Theatergebäude verlaufenden Baukörper aus, der nach seiner Fertigstellung wallseitig vollkommen unterhalb des jetzigen Wallniveaus verschwindet. Zum Theater hin verbleibt ein schmaler, nach oben offener Gang, der sich zum Theater-Vorplatz hin zu einem kleinen Vorhof aufweitet. Es entsteht ein ausreichender großer Licht- und Lufthof für die neuen Werkstatträume im Neubau. Die Requisite befindet sich nun ebenerdig genau neben der Bühne, die Werkstätten und Seminarraum haben eine direkte, kurzläufige Anbindung zum Theatergebäude und bilden dennoch eine eigenständige, frei zugängliche Einheit. Der Theaterbetrieb kann in jeglicher Form stattfinden, ohne die notwendigen Aktivitäten im Werkstattbereich zu behindern, oder umgekehrt. Eine Vergrößerung des Cafe- und Foyerbereiches ist nun möglich. Durch die Verlegung der Werkstatt und die Integration des Cafébetriebes in der jetzigen Werkstatt soll die Fremdvermietung wieder verstärkt angeboten werden…Theater der Nacht.
In Abstimmung mit der unteren Denkmalschutzbehörde Northeim und dem Niedersächsische Amt für Denkmalpflege (Außenstelle Braunschweig) wurde die Maßnahme archäologisch begleitet. Die Firma Streichardt & Wedekind Archäologie (SWA) aus Göttingen wurde mit diesen Arbeiten beauftrag. Im Zuge des Baugrubenaushubes wurde ein Tunnel gefunden und dokumentiert, der nach Fertigstellung des Gebäudes vom Theater aus erlebbar sein wird.

Unter dem Titel „BauZeit“ hat das Theater der Nacht einen Kalender herausgebracht. Die Motive nehmen das Baugeschehen ins Visier und zeigen, wie alle Theaterfiguren nach besten Kräften mithelfen oder den Fortgang überwachen, wie der Schneehase auf dem Titelblatt. Das November-Bild zeigt den unterirdischen Wallgang, der bei den Bauarbeiten im Sommer entdeckt wurde – ein Ensemblemitglied aus dem Stück „Der Mond“ inspiziert das Gemäuer fach- und sachgerecht.

Von Anna-Katrin Niethus exzellent fotografiert und gedruckt kommt der Kalender im Format 35 x 50 cm groß raus. Er ist im Theater der Nacht, Obere Str. 1 in Northeim, zu den Öffnungszeiten des Cafés donnerstags bis sonntags von 14:00 bis 18:00 Uhr und zu den Vorstellungen an der Theaterkasse erhältlich.


Sanierung Umnutzung

Tabalugahaus – Schutzräume für Kinder

Duderstadt

Sanierung zweier Fachwerkgebäude zur Schaffung von Wohn- und Aufenthaltsräumen zur temporären Unterbringung benachteiligter Kinder

Auftraggeber: Näder Family Office
Standort: Duderstadt
Projektart: Sanierung Umnutzung
Fertigstellung: 2012

Innerhalb einer kurzen Bauzeit ist unter der Federführung von Hans-Georg Näder und in dessen freundschaftlicher Kooperation mit Peter Maffay ein beeindruckendes Objekt entstanden, in dem benachteiligte Kinder während ihres Aufenthaltes in Duderstadt in einer intakten Gemeinschaft Kraft schöpfen und sich von ihrem belastenden Alltag erholen können.

Die sehr gut funktionierende Zusammenarbeit innerhalb unserer Arbeitsgemeinschaft mit dem Duderstädter Architekten Michael Schmutzer führte zu diesem tollen Ergebnis und zur Fortführung der Arbeitsgemeinschaft bei anderen Projekten.

Das Fachwerkhaus stammt aus dem Jahre 1620 und die Jugendstilvilla wurde mit 1908 datiert. Die Farben für das Holzfachwerk wurden entsprechend der Jahrhunderte in ochsenblutrot und braun gehalten. Die Verzierung im Holzfachwerk wurde, gem. eines externen Farbkonzeptes, annähernd monochrom gestrichen – in Graustufen bis weiß. Das kleinere Jugendstilhaus bekam kräftige Farben. Die Häuser wurden mit einem Verbindungsbau aus Stahl und Glas verbunden und innen aufwendig grundsaniert. Das Ziel war es, die alten Hausstrukturen wieder sichtbar zu machen.

Die Nutzungen der beiden Häuser gehen ineinander über. Im Wesentlichen dient ein Haus dem Schlafen und Essen. Das andere Haus wird für verschiedene Aktivitäten genutzt, wie z.B. Kreativraum, Musikzimmer und ein Meditationsraum.

Das Konzept beinhaltet das Bauen mit hochwertigen, ökologischen Baustoffe, bzw. Materialien. Diese sind im Wesentlichen durch Holz, Lehm und Glas bestimmt. Es gehörte dazu, die vorhandenen Holzbalkendecken frei zu legen, alte Lehmputze zu sanieren und mit neuem Lehmputz zu ergänzen. Eine Herausforderung war, die Geschosse rollstuhlgerecht auszugestalten.


Umnutzung Sanierung Modernisierung

Haupt’sches Haus

Northeim

Sanierung, Erweiterung und in Teilbereichen Rekonstruktion eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses in gotischer Ständerbauweise aus dem 16. Jahrhundert.

Auftraggeber: KSN Kreis-Sparkasse Northeim
Standort: Northeim
Projektart: Umnutzung Sanierung Modernisierung
Fertigstellung: 2012

Für die Kreissparkasse Northeim sanierten wir das ehemalige Geschäftshaus der Glaserei Haupt in der Breiten Straße 49 in Northeim. Vier Wohnungen zwischen 100 – 120 m² Wohnfläche sind in den Obergeschossen entstanden. Mit dieser Sanierung setzt die KSN ihr Engagement zur Erhaltung denkmalswerter Bausubstanz im historischen Stadtkern Northeims fort. „Nach nur einem Jahr Bauzeit ist ein Schmuckstück entstanden. In den komfortablen Wohnungen lässt es sich für junge und jung gebliebene Familien, Paare und Singles bestens wohnen und leben“, betonte der damalige Sparkassendirektor Hans-Joachim Röwer von der KSN.

Die Vorzüge des neuen Hauses in der Breiten Straße Ost genießt der Verein „Senioren heute“. Die zentrale Lage und die bessere Erreichbarkeit in Northeims Stadtmitte haben sich dabei schon in den ersten Wochen bewährt. Viele Vereinsmitglieder schauen nach einem Gang über den Markt oder nach dem Einkauf kurz vorbei und informieren sich über die aktuellen Vereinsaktivitäten. „Herrliche Räume und das mitten in der Stadt, besser geht es für uns nicht“, ist sich Hans Munsch vom Verein Senioren heute sicher. Auf der Gebäuderückseite ist der barrierefreie Zugang über eine Rampe im Innenhof möglich. Die Jahreszahl über dem frisch sanierten Eingang zum Verein Senioren heute zeigt es an: das ehemalige Haupt’sche Haus wurde 1548 errichtet. Es gehört zu den wenigen verbliebenen gotische Ständergeschossbauten aus dieser Zeit in Northeim. Um die Bauweise wieder erlebbar zu machen wurde die großformatige Ladenverglasung im Erdgeschoß zurückgebaut und die Fassade mit getrockneten Eichenholzständern rekonstruiert.

Energetisch ist das Gebäude auf dem neuesten Stand. Dabei wurden Verfahren benutzt, die sowohl das Fachwerk dauerhaft schützen als auch in den Wohnungen eine angenehme Wärmedämmung erzielen, die um etwa 25% besser ist als vom Gesetzgeber gefordert. Die moderne energie- und umweltbewusste Heizungsanlage mit unterstützender Solaranlage steht in einem Teil des freigelegten historischen Gewölbekellers. Die Solaranlage ist, von der Straße, nicht einsehbar auf den Gaubendächern montiert. Eine Fußbodenheizung mit Eichenholzparkett bringt angenehme Wärme in alle Räume und schafft dank der verwendeten Konstruktion eine hohe Trittschalldämmung. Energiesparende 3-Scheiben-Verglasung mit modernster verdeckt liegender Beschlagtechnik bieten optimalen Schallschutz und hohen Nutzen für die Wärmedämmung.


Umnutzung Sanierung

Ehemaliges Waisenhaus

Nörten-Hardenberg

Umnutzung und Sanierung eines denkmalgeschützten Massivbaues mit zweigeschossiger Kapelle.

Auftraggeber: Privat
Standort: Nörten-Hardenberg
Projektart: Umnutzung Sanierung
Fertigstellung: 2012

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde in der Zeit von 1732 bis 1735 erbaut und diente sechs elternlosen Jungen und sechs Mädchen aus dem Gericht Hardenberg als Waisenhaus. Ab 1922 wurden dort ältere Menschen, die vormals im Dienst der Familie Hardenberg standen, betreut und in den letzten Jahrzenten diente dieser Bereich mit den kleinteiligen Räumlichkeiten als Mietwohnungen. Gegen Ende des 18.Jahrhunderts erfolgte der Umzug der gräflichen Kapelle, mit Altar und Kanzel, aus der alten Burgkapelle von 1630 in das Waisenhaus. Die Kapelle ist im südlichen Gebäudeteil zu finden. Seit dem Winter 2009 ist die Kapelle für die öffentliche Winterkirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde Nörten mit der Kapellengemeinde Bishausen geöffnet.

Nach dem Erstellen eines Sanierungsgutachtens für das ehemalige Waisenhaus in Nörten-Hardenberg fiel die Entscheidung zur grundlegenden Sanierung und Umbau des Gebäudes.

Nach einer kontrollierten Trocknungsphase wurden während der Umbauzeit die Mauerwerks- und Putzschäden bzw. die damit verbundene Schimmelproblematik im Innenbereich behoben.

Für den ehemaligen Wohnbereich bot sich eine mineralische kapillaraktive Innendämmung an, die die Oberflächentemperatur der Innenwandoberfläche auf den Mindestwärmeschutz bzw. deutlich unter den Bereich des Tauwasserausfalls bringt. In Verbindung mit dem Austausch der vorhandenen Kunststofffenster gegen denkmalgerechte Holzsprossenfenster lag ein besonderer Schwerpunkt in der Detaillösung der Dämmung der Leibungen und der Nischen. Es galt einen tragbaren Kompromiss zwischen Wärmeschutz und Komfort auf der einen Seite und den Kosten bzw. der Erhaltung des historischen Erscheinungsbildes auf der anderen Seite zu finden.

In der Kapelle war die Anschlussproblematik an die vorhandenen Einrichtungen wie z.B. Empore, Gestühl, Orgel, etc. ein Hinderungsgrund für die Montage einer Innendämmung, so dass in ein Sanierputzsystem und in Abstimmung mit der Denkmalpflege eine umlaufende Kleinkonvektorheizung zur Verwendung kam. So wird die Innenwandoberflächentemperatur auf eine annehmbare Gradzahl erhöht und die raumseitige Oberflächentrocknung der Außenwand begünstigt. Positiver Nebeneffekt ist, dass die Luftbewegung auf einen sehr schmalen Bereich entlang der Wand begrenzt bleibt und auf die Besucher nicht störend wirkt.

Zur Wärmeerzeugung dient neben dem neu eingebauten Gas-Brennwert-Kessel ein wasserführende Holzofen, der über Luftkanäle nebenbei den Flurbereich mit Grund-Wärme versorgt. Die gute Zusammenarbeit mit dem Auftraggeber, den künftigen Bewohnern und den engagierten Handwerkern machte das Projekt zu einer runden Sache.


Umnutzung

Werk-statt-Schule

Northeim

Umnutzung einer Hofanlage zu einer Schule für Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Auftraggeber: Werk-statt-Schule Northeim e.V.
Standort: Northeim
Projektart: Umnutzung
Fertigstellung: 2009

Für die Werk-statt-Schule Northeim e.V. wurde eine Umnutzung mehrere Scheunen auf einem ehemaligen Bauerngrundstück durchgeführt. Die Werk-statt-Schule e.V. ist ein gemeinnütziger und selbstverwalteter Bildungsträger und Träger der freien Jugendhilfe. Menschen in schweren Lebenssituationen werden dort aufgefangen und deren Förderbedarf an emotionaler und sozialer Entwicklung gedeckt – in der Primarstufe, Sekundarstufe: Hauptschule und Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen.

Um den bereits bestehenden Schulbetrieb im Bereich der Sekundarstufe I auszuweiten und um SchülerInnen der Primarstufe aufnehmen zu können, wurde die ehemalige Hofanlage umgenutzt, in dem kleine Klassen entstanden. Dort erhalten die SchülerInnen viel Aufmerksamkeit und können sich in einem naturnahen, beruhigendem Umfeld bewegen.

Annähernd 40.000 Schulen gibt es in Deutschland, in fast 90% von ihnen wird im Winter munter zum Fenster hinaus geheiztund kaum jemand denkt daran, das Licht auszumachen – Ziel unseres nutzerorientierten Projektes war es daher, den erforderlichen Energieeinsatz auf das Notwendige und wirtschaftlich Sinnvolle zu begrenzen. Erreicht wird das bei diesem Projekt durch den Einsatz von hohen Dämmstärken, guten Verglasungsvarianten, der konsequenten Vermeidung von Wärmebrücken, moderner Haustechnik und einem besonders geschulten Hausmeister. Die im Vorfeld geprüfte Verwendung von Tiefengeothermie zur Gebäudeerwärmung wurde aufgrund von Wirtschaftlichkeitsüberlegungen durch Gas-Brennwert-Geräte ersetzt.


Neubau

Einfamilienhaus als Passivhaus

Northeim

Das Gebäude ist als zweigeschossiger, nach Norden größtenteils geschlossener, nichtunterkellerter Baukörper mit versetzten Pultdächern entworfen und öffnet sich mit seinen Glasflächen zum Garten.

Auftraggeber: Privat
Standort: Northeim
Projektart: Neubau
Fertigstellung: 2008

Das Passivhaus ist die konsequente Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses und bietet kostengünstiges, umweltfreundliches und behagliches Wohnen. Das Besondere am Passivhaus ist, dass durch höchste Qualität von Gebäudehülle und Haustechnik der Wärmebedarf so weit verringert worden ist, dass die „kostenlosen“ Energiebeiträge aus eingestrahlter Sonnenenergie, Eigenwärme der Personen im Haus und Wärmeabgabe von Hausgeräten ausreichen, das Gebäude angenehm warm zu halten.

Erkennungsmerkmal eines solchen Hauses ist neben der optimierten Dämmung von Dach, Außenwänden und Bodenplatte, extrem dichte Fenster sowie eine hoch effiziente Wärmerückgewinnung (WRG) in einem komfortablen Lüftungssystem und das Fehlen einer herkömmlichen Heizung. Der Lüftungsanlage ist ein Erdwärmetauscher aus erdverlegten Frischluftkanälen vorgeschaltet. Ein Erdwärmetauscher kann im Winter kalte Frischluft vorerwärmen und im Sommer heiße Frischluft kühlen. Er erhöht im Winter die Effizienz der Lüftungsanlage mit WRG und im Hochsommer den Wohnkomfort. Der geringfügig verbleibende Heizwärmebedarf wird, in diesem Fall, über Solarkollektoren und über den von den Bauherren gewünschten Grundofen gedeckt.

Im Vergleich zu Häusern im Bestand, die im Jahr bis zu 400 kWh Heizwärme pro qm Wohnfläche und Jahr benötigen, oder auch Niedrigenergiehäusern mit einem Bedarf von weniger als 70 kWh/(m²a) beläuft sich der zusätzliche Heizwärmebedarf für ein Passivhaus auf maximal 15 kWh/(m²a). Eine für Auftraggeber und Umwelt lohnende Investition in die Zukunft!


Neubau

Neubau einer Ausbildungshalle im Berufsschulzentrum Stadthagen

Stadthagen

Realisierungswettbewerb für den Neubau einer Ausbildungshalle am Berufsschulzentrum Stadthagen

Auftraggeber: Stadt Stadthagen
Standort: Stadthagen
Projektart: Neubau
Fertigstellung: 2006

Gebäudekonzept:

Das Berufsschulzentrum Stadthagen sollte eine überdachte unbeheizte Halle bekommen, in der die praktische Ausbildung der Pflaster- und Tiefbauberufe stattfinden sollte.

Unser siegreicher Wettbewerbsbeitrag sah dafür eine einfache Stahlkonstruktion für das primäre Tragwerk vor, dass mit einer Fassadenbekleidung aus zwei Schichten behängt wird.

Die innere Schicht besteht aus BFU – Holzplatten, die in drei unterschiedlichen Rottönen gestrichen sind und festverglasten Belichtungsfeldern, alle im Rastermaß 250 x 125 cm. Als Öffnungselemente sind vier Schiebetore vorgesehen, von denen zwei dem Betreten der Halle dienen und zwei weitere als ergänzende Belüftungfelder geöffnet werden können-

Die äußere Schicht wurde mit Streckmetall ausgeführt, wodurch der innere „warme“ Holzkörper je nach Blickwinkel unterschiedlich kräftig hindurch schimmert.

Das Streckmetall schützt nicht nur die Holzfassade vor Witterungseinflüssen, wie UV-Licht und Regen, sondern hat sich auch gegen Sprayer bezahlt gemacht.


Umbau

Wohnprojekt – Wohnen mit Zukunft

Northeim

Umbau einer Scheune, Schaffung einer altengerechten Wohnanlage

Auftraggeber: WoZu - Wohnen mit Zukunft e.V. und Mönnig-Bau
Standort: Northeim
Projektart: Umbau
Fertigstellung: 2006

WOZU – Ist ein Wohnprojekt mitten im Herzen Northeims
WOZU – Ist eine alternative Wohnform für Menschen im zweiten Lebensabschnitt
WOZU – Ist ein Projekt, das vor Jahren als Vision geboren wurde und nun Realität geworden ist.

Nach von uns durchgeführten Workshops und der Vereinsgründung „Wohnen mit Zukunft (WoZu ) e.V.“ sowie Planung und Umbau der Hofanlage, wurde das Gebäude 2006 fertiggestellt und von seinen Mietern 2007 bezogen. Die Wohnungen können vom Vermieter unter Berücksichtigung.

Die ehemalige Scheune besitzt drei Geschosse (Erdgeschoss, Obergeschoss und Dachgeschoss) und bietet Platz für 16 abgeschlossene Wohneinheiten mit insgesamt rund 1200 m² Wohnfläche und 240 m² Nutzfläche – ausgeführt sind 2-, 3- und 4-Zimmer- Wohnungen mit Wohnflächen von 57 bis 110 m². Eine Erdgeschoss-Wohnung dient als gemeinschaftlicher Treffpunkt der Wohngruppe. Alle Wohnungen sind rollstuhlgerecht geplant, besitzen einen großzügigen Balkon und sind mit einem Aufzug erreichbar. Im Nebengebäude befinden sich Kellerersatzräume und Abstellflächen für Fahrräder, Gartenmöbel etc. Treffpunkte und PKW-Stellplätze sind direkt vor den Häusern vorhanden. Die Wohnanlage ist mit einer großzügigen Grünfläche für die Hausgemeinschaft ausgestattet.

Die Bewohner kümmern sich eigenverantwortlich um nachbarschaftliche Aktivitäten, gegenseitige Hilfe, Gemeinschaftsaufgaben sowie alles rund ums Haus und Garten.


Umnutzung Sanierung

Theater der Nacht

Northeim

Umbau einer Alten Feuerwache zu einem Figuren-Theater.

Auftraggeber: Theater der Nacht
Standort: Northeim
Projektart: Umnutzung Sanierung
Fertigstellung: 2001 / 2005

Der schlichte Zweckbau der alten Feuerwache in der Oberen Straße in Northeim wurde zu einem Haus für das Figuren- und Puppentheater umgebaut. Das städtebauliche Spannungsfeld zwischen St. Sixti Kirche, Stadtmauer und Fachwerkhäusern forderte einen besonderen Anziehungspunkt. Auf Grundlage einer strengen ökologischen Baukonzeption korrespondiert die Neugestaltung in Form und Inhalt. Die bildnerische Ausdrucksform des Figurentheaters schlägt sich in der Architektur nieder. Das Theater der Nacht ist ein Niedrigenergiehaus im Bestand mit künstlerisch durchdachter Gestaltung. Kernstück ist ein Theatersaal für 99 Zuschauer mit ansteigenden Sitzreihen und einer Bühnengröße von 25 m².

Projektziel
Das Konzept fußt auf gewachsenen Figurentheater-Aktivitäten in Northeim, die zur Gründung der professionellen freien Theatergruppe „Theater der Nacht“ führten. Das Ensemble hat lokal, überregional und international großen Erfolg. Mit dem Gebäude hat das Genre eine feste Spielstätte bekommen. Mittlerweile gibt es einen kontinuierlichen Spielbetrieb mit regelmäßigen Inszenierungen und Theaterfestivals, einen Lernbetrieb mit Werkstattgesprächen, Symposien und Fortbildungen sowie ein Mitmachbetrieb mit Kursangeboten und Aktionstagen.

Finanzierung und Betrieb
Neben Sanierungszuschüssen sind Förderungen der Landes-Arbeitsgemeinschaft soziokultureller Zentren, der Stadt Northeim, der Klosterkammer, der Kreissparkasse Northeim, der KSN-Stiftung und des Landes Niedersachsen geflossen. Im Rahmen des Projektes „Arbeiten + Lernen“ beteiligte sich die Werk-statt-Schule bei den Rohbauarbeiten,  Außenanlagen und vielen anderen Gewerken.

Nach dieser  Anschubfinanzierung trägt sich das Theater selbst. Es wird derzeit durch einen Förderkreis unterstützt, der sich jederzeit über neue Mitglieder freut.

Ein Besuch im Theater der Nacht ist für Groß und Klein jederzeit lohnenswert.


Umnutzung Modernisierung

Busbetriebshof Regional Bus Braunschweig

Göttingen

Umnutzung und Modernisierung des Firmensitzes während des laufenden Betriebes in drei Bauabschnitten.

Auftraggeber: RBB GmbH Niederlassung Süd
Standort: Göttingen
Projektart: Umnutzung Modernisierung
Fertigstellung: 2004

Auf dem Gelände der Regionalbus Braunschweig GmbH an der Göttinger Grätzelstraße hatte sich im Laufe der Zeit ein unbefriedigendes Gewirr betrieblicher und architektonischer Behelfslösungen entwickelt.
In dem Baubestand, der bis in die 30’er Jahre zurückreicht, wurde ein effektives zeitgemäßes arbeiten immer schwieriger. Nach Aufstellung eines Gesamtkonzeptes wurde der vorhandene Gebäudebestand in drei Bauabschnitten an die Erfodernisse modernen Arbeitens angepasst.

In dem ersten Bauabschnitt wurde aus der leerstehenden Maschinenhalle ein Verwaltungsgebäude mit Kombi-Büros. Diese Büroform besteht aus individuell gestaltbaren Einzel- und Zweierbüros, die um zwei innenliegende Kommunikationsbereiche angeordnet sind.

Zur Abgrenzung der Raumzellen zum gemeinsamen Raum im Mittelbereich dienen Glaswände. Im gemeinsamen Mittelraum sind durch Raumteiler getrennt Technik, Besprechungs- und Besucherplätze, Bereiche für Beratung und Betreuung von Kunden u. ä. untergebracht.

Um Tageslicht in diese Raummitte zu lenken wurde mit transluzenten Oberlichtern und schrägen Deckenverläufen gearbeitet. Durch das Material- und Farbkonzept wurde ein heller freundlicher Verwaltungsbereich geschaffen, der in allen Bereichen barrierefrei ist.

In dem zweiten BA ging es um die Verbesserung der vorhandenen Ablaufpläne. Die alte Leitstelle und ein Teil des alten Betreibsgebäudes wurden zurückgebaut und dadurch der Verkehrsfluss auf dem Gelände optimiert. Die neu errichtete Leitstelle erhielt eine großzügige Übereckverglasung und dient nun als zentrale Anlaufstelle für alle Unternehmensbereiche.

Nachdem diese Vorarbeiten abgeschlossen waren wurde in einer dritten Phase die erforderlichen Sanitär-, Pausen-, Umkleidungs- und Schulungsräume für Werkstatt- und Buspersonal saniert und an die veränderten Arbeitsbedingungen angepasst, sowie der Bremsenprüfstand erneuert.


Sanierung

Alte Schule

Düderode

Fassaden- und Dachsanierung an einem denkmalgeschützten ehemaligen Schulgebäude.

Auftraggeber: Gemeinde Kalefeld
Standort: Düderode
Projektart: Sanierung
Fertigstellung: 2004

An dieser unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Schule führten wir für die Gemeinde Kalefeld eine komplette Fassaden- und Dachsanierung durch. Die Herausforderung bestand neben den baulichen Gegebenheiten in der Durchführung der Maßnahme innerhalb von drei Monaten. Dadurch wurde eine termingerechte Abrechnung mit dem Amt für Landentwicklung (GLL Northeim) ermöglicht.
Zu Beginn wurde zum Trockenlegen des Gewölbekellers die Abdichtung des Kellermauerwerks aus Bruchstein durchgeführt. Der naheliegende Bach sorgte immer wieder für stehendes Wasser, das während der Bauarbeiten mittels Wasserhaltung beseitigt wurde.

Anschließend wurde das abgängige Dach entfernt, einzelne Balken und Gebinde wurden erneuert und es erfolgte eine Neueindeckung mit roten Tonziegeln. Im Bereich der Fassade wurde das schadhafte Fugennetz enfernt und nach Reinigung der Verblendfläche wieder erneuert. Die Fugenentnahme erfolgte mit einem pressluftgetriebenen Meißelhammer bzw. Winkelschleifer und viel Fingerspitzengefühl.
Bei vorhandenen Frostschäden an den Verblendsteinen wurde eine sorgfältige Untersuchung durchgeführt. Dabei wurden auch die Steine abgeklopft, die noch keine sichtbaren Schäden zeigen. Die befundeten schadhaften Steine mit Frostschäden wurden durch Ersatzsteine, die farblich und strukturell dem vorhandenen Steinmaterial entsprechen, ausgewechselt.

Danach erfolgte eine Hochdruckreinigung um das Mauerwerk nach der totalen Fugenentnahme von allen Staubresten zu befreien und gründlich vorzunässen. Die Neuverfugung wurde durch eine Restaurationsfirma mit Vormauermörtel per Handverdichtung vorgenommen. Der Naturstein des Sockels wurde ebenfalls aufgearbeitet. Dazu wurden größere Schadstellen markiert, winkelrecht angerissen, eingebeizt und in mehreren Arbeitsgängen neu aufgebaut. Die Fugen wurden ausgeräumt, verfestigt und mit Restauriermörtel verschlossen.


Sanierung Umbau

Zweifamilien-Fachwerkhaus

Suterode

Umbau und Sanierung eines Fachwerkhauses mit Nebengebäude.

Auftraggeber: Privat
Standort: Suterode
Projektart: Sanierung Umbau

Es liegt in der Natur der Sache, daß man die Umsetzung ökologischer Lebensweisen und Wohnwünsche auf dem Lande konsequenter realisieren kann, als in der Stadt. Hinzu kommen die durchweg günstigeren Immobilienpreise, die die Mehrkosten des Ökobaues nicht unwesentlich kompensieren.

So fanden unsere Bauleute, in Suterode, einem Ortsteil von Katlenburg-Lindau, das Objekt ihrer Träume: einen Resthof mit Wohn- und Scheunengebäude und großer, nach Süden hin ausgerichteter Garten- und Grünfläche mit angrenzendem Bachlauf.

Unsere Aufgabe bestand darin, das ehemalige Wohn- und Stallgebäude in Fachwerkbauweise zu einem großzügigen Zweifamilien Wohnhaus als Niedrigenergiehaus mit modernster Installationstechnik umzugestalten, ohne dabei die vorhandene Gebäudestruktur allzusehr zu verändern, und ausschließlich unter Einsatz umweltfreundlicher Baumaterialien.

Durch geschickte Planung schafften wir es, das statische Gebäudegefüge vollkommen unangetastet zu lassen. Zum Bauantrag genügte somit die Vorlage einer einfachen statischen Beurteilung der Gesamtmaßnahme.

Rohbautechnisch wurden lediglich Reparatur- und Ergänzungsmaßnahmen erforderlich, so daß wir unser Hauptaugenmerk auf die reinen Ausbauarbeiten richten konnten. Nach intensiver Materialuntersuchung des Bestandes wurden von uns sämtliche neuen Bauteilaufbauten festgelegt und je nach Erfordernis diffusionstechnisch untersucht. Die Ausschreibungen, die Betreuung der Auftragsfirmen und der Eigenleistungen der Bauleute erledigten wir standardmäßig ohne Probleme.

Mit dem Wohnhaus und anschließend mit der Umgestaltung der Außenanlagen schufen sich unsere Bauleute genau das, was sie sich gewünscht hatten: Ein kleines Ökoparadies zum leben.


Neubau

Einfamilienhaus Holzrahmenbau

Lagershausen

Neubau eines Niedrigenergiehauses in Holzrahmenbauweise mit Lehmgrundofen und thermischer Solaranlage.

Auftraggeber: Privat
Standort: Lagershausen
Projektart: Neubau
Fertigstellung: 2001

Das herrliche Südhang-Grundstück am Rande der Ortschaft, am Waldrand gelegen und mit Talblick, hatte es unseren Bauleuten angetan. Sie beauftragten uns mit der Planung ihres Wohnhauses, dass in jeder Hinsicht ökologisches Bauen wiederspiegeln sollte, aber auch den Geldbeutel nicht allzusehr strapazieren durfte.

Aufgrund der sehr guten Energiebilanzen fiel die Wahl auf die Holzbauweise, in konventioneller Ausführung mit tragendem Ständerwerk, Plattenbeplankungen und raumseitiger Installationsebene. Der Blower-Door-Test unterstrich später die gute Qualität dieses Wandbausystems. Als konstruktive Besonderheit wählten wir erstmals die Brettstapeldecke als Deckentragwerk.

Der Wunsch der Bauleute nach maximaler Unabhängigkeit von Energieversorgern führte zum Einbau eines Lehm-Grundofens, der mit Solarunterstützung zusätzlich einen Puffer- und Brauchwasserspeicher bedient. Die Wärme- und Warmwasserversorgung des Hauses funktioniert bestens, auch ohne konventionelle Heizungsanlage. Der Brennholzverbrauch beträgt max. 6,0 m³ im Jahr.